Die Kunst des Widerstehens
Elly-Viola Nahmmacher und die Feuerapokalypse
CC BY-ND Namensnennung, keine Bearbeitung
„Republikflucht in den Tod.“ (Wolf Biermann)
Am 18. August 1976 verbrannte sich Oskar Brüsewitz vor der Michaeliskirche in Zeitz.
„Die Greizer Bildhauerin Elly-Viola Nahmmacher schuf für ihn eine Grabmal-Skulptur, die sie „Feuerapokalypse" nannte.
Diese wurde von der Staatssicherheit konfisziert, ehe sie aufgestellt werden konnte.
Auf verschlungenen Wegen gelangte sie in die Partnerstadt Hofgeismar und kehrt nun in ihren Entstehungsort Greiz zurück.“
Die Sonderausstellung der Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz nutzt diesen Anlass, um die Ehrenbürgerin von Greiz und ihr Werk zu ehren. Diese Ausstellung ist ein zeitgeschichtliches Dokument künstlerischen Widerstandes gegen staatliche Willkür und politische Repressionen in der DDR.
Die ausgestellten Kunstwerke bauen eine Brücke in die gelebte und erlebte Vergangenheit der DDR-Realität sowie in die unbestimmbare Zukunft. Ihre Kunst steht für das Ewige und verkörpert eine Hoffnung, deren Kraft jeder Skulptur fühlbar immanent ist.
Die ausgestellten Werke stammen aus den musealen Sammlungen der Museen der Schloss-und Residenzstadt Greiz und werden durch die „Feuerapokalypse" ergänzt.
Für die Greizer Ausstellung „Die Kunst des Widerstehens" sind dankenswerterweise Auszüge und Texte der Zeitzer Sonderausstellung „Oskar Brüsewitz – Zeichen gegen das Vergessen“ durch das Museum Schloss Moritzburg Zeitz zur Verfügung gestellt worden.
Die Museen der Schloss- und Residenzstadt Greiz bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung und unkomplizierte Zusammenarbeit.