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| Titel | Urnengräberfeld von Žírovice |
| Untertitel | Prähistorische Begräbnisstätte der jüngeren Bronzezeit |
| Beschreibung | Das Urnengräberfeld von Žírovice (deutsch Sirmitz, historisch auch Horní Lomany genannt) ist eine der bedeutendsten archäologischen Stätten in Westböhmen. Es handelt sich um eine prähistorische Begräbnisstätte der jüngeren Bronzezeit, die der sogenannten Egerländer Gruppe der Urnenfelderkultur angehört. Das Gräberfeld liegt in Žírovice, einem Stadtteil der Kurstadt in Franzensbad (tschechisch Františkovy Lázně) im äußersten Westen von Böhmen unweit der deutschen Grenze. Die Fundstätte befindet sich in einem kleinen Waldstück oberhalb des Teiches Mlýnský rybník (Sirmitzer Mühlteich). Im Volksmund trug das Areal früher den Namen „im Haugn“. Die archäologische Kernfläche bemisst sich auf rund 45 × 37 Meter. Die Brandgräber werden auf die Spätbronzezeit in den Zeitraum von 1300 bis 1000 v. Chr. datiert. Die Verstorbenen wurden auf einem Scheiterhaufen verbrannt. Ihre Asche wurde zusammen mit Sand und Knochenresten in Tongefäße (Urnen) geschüttet. Diese setzte man in flachen Gruben bei, kleidete sie mit Steinen aus und schüttete sie zu. Besonderheit: In unmittelbarer Nachbarschaft zur Nekropole wurde zudem eine zugehörige Siedlung mit Überresten von Holzbauten und vertieften Feuerstellen nachgewiesen. Bereits um 1880 gab es erste Funde, die heute jedoch als verschollen gelten. In den Folgejahren wurde das Areal durch Sandabbau teilweise beschädigt. Ein Kurgast entdeckte 1929 ein Gefäß im Wald. Der bekannte Heimatforscher Alois John veranlasste die Bergung. Die offizielle archäologische Leitung übernahm der renommierte Archäologe Anton Gnirs. Der Forscher Josef G. Hiersche widmete sich der Anlage besonders intensiv: Er lebte jahrelang in einer kleinen Blockhütte direkt am Feld und legte eigenhändig 17 Gräber frei. Bei systematischen Untersuchungen in den späten 1950er Jahren wurden mehrere Dutzend weitere Brandgräber aufgedeckt. Insgesamt konnten rund 50 Urnengräber und Reste ehemaliger Grabhügel dokumentiert werden. Neben den charakteristischen Tongefäßen und Keramikfragmenten der Urnenfelderkultur wurden auch verschiedene metallische Grabbeigaben geborgen, darunter Bronzegegenstände wie ein Armband sowie Fragmente von Ringen. Die historischen Fundstücke sind heute in den archäologischen Sammlungen des Städtischen Museums Františkovy Lázně (unter anderem ausgestellt im nahegelegenen Nationalen Naturschutzgebiet Soos) untergebracht. Im heutigen Gelände sind im Wesentlichen nur noch die Steinkränze der ehemaligen Grabhügel (Steinkisten) und unauffällige Bodenstrukturen zu erkennen. Eine zweisprachige Lehrtafel am Eingang führt Besucher durch die Geschichte des Areals. |
| Webseite | https://muzeumcheb.cz/deutsch/ |
| Kategorie |
Wissen/Bildung - Führung/Besichtigung |
Termin
| Beginn | Sonntag, 27.09.2026 10:00 Uhr |
Veranstaltungsort
| Name | Urnengräberfeld Žírovice (Sirmitz) |
| Position |
35101 Žírovice |
| Kartenansicht | Veranstaltungsort im Geoportal anzeigen |
| Kontakt |
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weitere Termine
| Zeitraum | vom 22.09.2026 bis 31.12.2026 Urnengräberfeld Žírovice (Sirmitz) |
| Dienstag | 10:00 Uhr - k. A. |
| Donnerstag | 10:00 Uhr - k. A. |
| Sonntag | 10:00 Uhr - k. A. |
Veranstalter
| Name | Museum Eger |
| Kontakt |
nám. Krále Jiřího z Poděbrad 493/4 35011 Cheb/Eger Telefon: +420 / 73 93 22 49 9 E-Mail: sekretariat (at) muzeumcheb.cz |
| Webseite | https://muzeumcheb.cz/deutsch/ |