HURVÍNEK *1926 – FOREVER
… nimmt den 100. Geburtstag einer der bekanntesten tschechischen Marionetten zum Anlass, unter anderem die Lebensgeschichte ihres Schöpfers zu erzählen
CC BY-ND Namensnennung, keine Bearbeitung
HURVÍNEK *1926 – FOREVER
HURVÍNEK *1926 – FOREVER … nimmt den 100. Geburtstag einer der bekanntesten tschechischen Marionetten zum Anlass, unter anderem die Lebensgeschichte ihres Schöpfers zu erzählen.
Der Puppenspieler und Holzschnitzer Gustav Nosek (1887–1974) lebte und wirkte in den 1960er und 1970er Jahren in Eger.
Er war ein enger Freund und Wegbegleiter Josef Skupas – des „Vaters“ von Sbejbl und Hurvínek und gleichnamigen Theaters.
„Wir wollen Tradition mit modernen Formen verbinden und sowohl Familien mit Kindern als auch Besucher aus dem Ausland ansprechen.
Die Ausstellung ist komplett zweisprachig konzipiert.
Unsere Besucher können zum Beispiel die Arbeit eines Puppenspielers ausprobieren oder Spejbl und Hurvínek in verschiedenen Sprachen hören“, sagt Fachabteilungsleiter Mgr. Michal Beránek.
Interaktiver Elemente in der Ausstellung bringen Hurvínek auch jenen Generationen näher, die ihm schon nicht mehr regelmäßig begegnen.
Dazu gehört auch ein kurzer Einführungsfilm. In diesem führt die kultige Figur selbst die Besucher an jene Orte in Eger, die mit dem Namen Gustav Nosek verbunden sind.
Zum Begleitprogramm der Ausstellung gehören geführte Rundgänge ebenso wie Bildungsprogramme für Schulen. „Vorschulkinder und Grundschüler können sich eine eigene, einfache Puppe basteln.
Schüler höherer Klassen wiederum erfahren, wie es möglich war, dass am Silvesterabend 1944 im Dresdner Gefängnis in der Mathildenstraße durch die Zellentüren hindurch eine fast zweistündige Aufführung von Hurvínek und Spejbl im Gefängnis gespielt wurde“, ergänzt der Museumspädagoge Jan Charvát.
Zur Museumsnacht wird auch eine Vorstellung des Puppentheaterensembles „Buchty a loutky“ gehören. Es zeigt am 16. Mai um 19:00 Uhr im Museum Eger das Stück Ehemalige Puppenspieler der Puppenspielgruppe des Westböhmischen Theaters in Eger oder: In welchem Märchen Sie Hurvínek in den letzten hundert Jahren sehen wollten, ohne dass es ihnen bisher gelungen wäre!
Unser Ausstellungsprojekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Mitteldeutschen Marionettentheatermuseum im brandenburgischen Bad Liebenwerda.
Es beweist, dass das tschechische und slowakische Marionettentheater – 2016 in die UNESCO-Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit aufgenommen – eine lebendige Tradition darstellt, die ganz natürlich die Grenzen einzelner Länder überschreitet.
Die Ausstellung entstand mit Unterstützung des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds.